„ … ist nicht so mein Thema“ Was haben genetische Reihenuntersuch

Wo: Bonbonfabrik/Alla Hopp
Wann:20.03.14 um 19:00 Uhr
Was:Küfa/Vokü
Kurz:Vokü+ Veranstaltung

Was haben genetische Reihenuntersuchungen in der Schwangerschaft mit linken, antifaschistischen, queerfeministischen Kämpfen zu tun?
In den 70er und 80er Jahren waren die sog. Gen- und Reprotechniken wie künstliche Befruchtung, Klonen und Fruchtwasseruntersuchung ein hochpolitisches Thema in der feministischen und linken Szene, in der „Krüppelbewegung“ und im militanten Widerstand. Heute werden die damit verbundenen Fragen eher als individuelle Problemlagen wahrgenommen.
Neue Dramatik erhält die eugenische Realität derzeit durch einen neu eingeführten Bluttest bei Schwangeren. Damit können bestimmte genetische Auffälligkeiten wie zum Beispiel das Down-Syndrom, aber auch Abweichungen der Geschlechtschromosomen festgestellt werden – mit nur geringer körperlicher Belastung der Schwangeren durch diese Art des Testes. In absehbarer Zeit wird sich die Palette der bestimmbaren genetischen Informationen noch deutlich erweitern. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass Menschen mit als unerwünscht definierten genetischen Eigenschaften gar nicht mehr geboren werden.
Zudem werden in neuem Ausmaß genetische Informationen über Menschen erhoben und gespeichert werden.
Nach kurzen Informationen zur Sachlage möchten wir mit Euch die Brisanz dieses nach unserer Einschätzung hochpolitischen Themas für linke/ autonome/ queerfeministische Fragestellungen diskutieren

Referentinnen
Mareike Koch, Pia Goldmann
beide beschäftigen sich seit vielen Jahren in feminstischem Rahmen kritisch mit Gen- und Reproduktionstechniken und sind neugierig auf eure Ideen