Die Konzernhochzeit von Bayer und Monsanto

Wo: KlimaWerkStadt
Wann:24.02.18 um 16:00 Uhr
Was:Vortrag
Kurz:Warum haben Demokratie und Gerechtigkeit keine Stimme?

Die großen Saatgut- und Pestizidkonzerne sind im Aufbruch. Eine Megafusion folgt der nächsten. Die Zusammenschlüsse von Dow Chemicals-Du Pont und Syngenta-ChemChina wurden von der EU-Kommission bereits genehmigt. In der Sommerpause meldete Bayer seine gewünschte Übernahme von Monsanto an. Der Konzern Bayer-Monsanto würde 30% des Weltsaatgutmarktes und 25% des Weltpestizidmarktes kontrollieren. Auf Grund der Dimension dieser Fusion wird sie zur Zeit einer erweiterten Prüfung durch die EU unterzogen. Sollten diese drei Mega-Konzerne nicht in letzter Sekunde verhindert werden, drohen sie in Zukunft zusammen 60% des weltweiten Pestizid- und Saatgutmarkt zu kontrollieren.
Was bedeutet dies für unser Essen und unsere Umwelt? Welche Folgen hat die neue Marktmacht für die Länder des Globalen Südens und Globalen Nordens? Kann die Bayer-Monsanto Fusion noch verhindert werden? Ist mit dem Bayer-Monsanto Deal der Zyklus der Mega-Fusionen abgeschlossen oder zeichnen sich noch ganz andere Übernahmen ab, orientiert an neuen Geschäftsmodellen wie Digitalisierung und den neuen Gentechnologien? Gibt die Fusion den Takt an für weitere Fusionen und Oligopole im Agar- und Ernährungssektor? Was sind die Folgen für die Welternährung? Wie kann die Zivilgesellschaft den immer größer werdenden Konzernen entgegentreten? Kann eine Verschärfung des Wettbewerbsrechts Abhilfe schaffen und wie kann dies erreicht werden?

Referent: Dr. Thomas Dürmeier, Volkswirt und Campaigner bei Goliathwatch, Hamburg. Autor der Streitschrift „Bayer & Monsanto – Ohnmacht der Wettbewerbskontrolle“