Amedspor Soli-Tour

Wo: ganz woanders!
Wann:25.01.19 um 19:00 Uhr
Was:Diskussion
Kurz:Geschichte eines Fußballvereins zwischen kurdischer Identität und türkischer Repression

Im Rahmen einer deutschlandweiten Soli Tour soll die Situation des
kurdischen Fußballvereins Amedspor in der Türkei dokumentiert und
Interessierten hierzulande zugänglich gemacht werden.
Der Verein wurde im Jahr 2014, während sich die Türkei und die kurdische
Freiheitsbewegung in Friedensverhandlungen und einer Phase der
Entspannung befanden, nach dem kurdischen Namen der Stadt Diyarbakir in
Amedspor umbenannt.
Seit der Umbenennung erfreut sich der Club einer großen Beliebtheit
unter der kurdischen Bevölkerung der Türkei. Diese Popularität zeigt
sich insbesondere auch in der Struktur des Vereins, der
basisdemokratisch organisiert ist. Fans, Spieler*innen und Funktionäre
entscheiden Hand in Hand über die Belange des Vereins.
Seitdem ist der Verein aber auch Zielscheibe nationalistischer
Übergriffe durch gegnerische Fans, Spieler*innen und
Schiedrichter*innen. Vom türkischen Fußballverband wird Amedspor
systematisch benachteiligt und von den staatlich kontrollierten Medien
als „Terroristenclub“ verschrien.
Nach dem Putschversuch 2016 und dem anschließend verhängten
Ausnahmezustand setzte die Regierung unter Erdogan die Stadtverwaltungen
in vielen kurdischen Städten ab und installierte dort ankaratreue
Stadthalter*innen. Für Amedspor bedeutete dies das Ende der
Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Durch Verbandsstrafen und
systematische Benachteiligung gebeutelt, kämpft der Verein heute um sein
wirtschaftliches Überleben.

Gespräch mit Fans des Vereins Amedspor aus Amed/Diyarbakir

Wo: Ostkurvensaal