"Rotlicht aus"

Wo: Irgendwo
Wann:07.09.19 um 18:00 Uhr
Was:Kundgebung
Kurz:

Samstag, 7. 9. 19, 18 Uhr
an der Ochtumbrücke,
Ecke Duckwitzstr. 69
(Haltestelle Solingerstraße)

Seit 2,5 Jahren kämpfen Grollander Anwohnerinnen und andere Aktive gegen
die Errichtung eines Großbordells in der ehemaligen Oelkers-Villa an der
Duckwitzstraße. Die Betreibergesellschaft „Joy Company“ hat das
„Eros-Center“ letzte Woche eröffnet. Besonders skandalös: Auf den
Grundstücken Duckwitzstraße 67-69, wo nun die Sexkäufer ein- und
ausgehen, befand sich während des Krieges ein Wehrmachtslager, in dem
sowjetische Kriegsgefangene untergebracht waren, die in der
nahegelegenen Rüstungsproduktion eingesetzt wurden. Dutzende Gefangene
starben bei diesem Einsatz oder bald darauf. Der Beirat Neustadt hat
kürzlich beschlossen, am Gelände der Duckwitzstr.69 eine Gedenkstele zu
errichten.
Weder die Einsprüche der Nachbarschaft noch der Ortsbeiräte Huchting und
Neustadt wurden bei der Erteilung der Baugenehmigung für das Bordell
berücksichtigt. Der grüne Bausenator Lohse bestand darauf, dass das
Bordell als Gewerbebetrieb in einem Gewerbegebiet genehmigt werden
müsse. Der Vorschlag des Beirats Neustadt, die Oelkers-Villa unter
Denkmalschutz zu stellen und die Bordellpläne der Investoren durch eine
Veränderungssperre zu stoppen, um einen neuen Bebauungsplan für das
Areal zu entwickeln, wurde von der Baubehörde als „nicht sinnvoll“
abgetan.
Kurz vor der Fertigstellung des Bordells trat Martina Pröhl als
Geschäftsführerin der „Joy Company“ in Erscheinung, die Ehefrau des
vorbestraften, früheren „Präsidenten“ der verbotenen Bremer Hells
Angels. Das Wirtschaftsressort sieht darin keinen Grund zur Beanstandung
und hat die Betriebserlaubnis erteilt. Wir sehen darin ein weiteres
Beispiel für die Verquickung von kriminellen Rockermilieus mit der
massenhaften Ausbeutung von – zumeist ausländischen – Frauen in
deutschen Bordellbetrieben!

Wir werden laut:

- gegen die Eröffnung des Großbordells „Eros 69“ in der ehemaligen
Oelkers-Villa, betrieben von Angehörigen des verbotenen Rockerclubs
„Hells Angels“ (s. WK vom 14.6.19) – gegen die massenhafte Ausbeutung von Frauen in der Prostitution – für effektive Hilfsangebote für ausstiegswillige Prostituierte – für eine Freierbestrafung nach dem Schwedischen Modell mit dem Ziel,
Zuhältern und Menschenhändlern das Handwerk zu legen

AnwohnerInneninitiative „Grolland wehrt sich“; Bremer Initiative Stopp
Sexkauf (BISS); TERREDESFEMMES e.V. Städtegruppe Bremen ; AK SOLWODI
Bremen. Kontakt : biss.bremen@gmx.de
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