Die Welt sind wir WIRD VERSCHOBEN

Wo:Infoladen Bremen
Wann:26.03.20 um 19:30 Uhr
Was:Lesung
Kurz: Buen Vivir und die Verteidigung von Lebensräumen in Mesoamerika

VERANSTALTUNGWIRDVERSCHOBEN

Eine Buchvorstellung, die Kraft für eigene lokale Kämpfe geben möchte

Über ein Jahr tauschte sich die ‘Karawane Mesoamerika für das Buen Vivir der Menschen im Widerstand’ mit 17 zumeist indigenen Gemeinden aus, die ihre natürlichen Gemeingüter gegen Monokultur und Bauprojekte verteidigen. Sie dokumentierten Konflikte, Widerstands- und Lebensformen der Gemeinden und teilten praktische Erfahrungen in den Bereichen kommunitäre Medien, sachgerechte Technologien, kritische Kartografie, biologische Landwirtschaft, etc.

An konkreten Beispielen werden die konträren Sichtweisen auf Mesoamerika und seine natürlichen Gemeingüter deutlich. Während Regierungen und Firmen aus geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen zu menschenrechtsverletzenden Strategien greifen, um extraktivistische Projekte umzusetzen, verteidigen zahlreiche indigene und ländliche Gemeinden ihre Gemeingüter, organisieren auf vielfältige Weise ihren Widerstand und entwickeln alternative, selbstbestimmte Lebens- und Arbeitsformen, die ein gemeinschaftliches Buen Vivir (Gutes Leben) fördern.

Mit einem selbstkritischen Augenzwinkern geben die Autor*innen Einblick in die Höhen und Tiefen bei der Planung und Durchführung eines solchen Projekts und die Herausforderungen im Hinblick auf kollektive Organisierungs- und Entscheidungsprozesse.

Zwei Jahre nach ihrer Rückkehr haben sie ein Buch herausgebracht, das Interviews, Recherchen, Reflexionen seitens der caravanerxs, Infografiken, kunstvolle Illustrationen und praktische Anleitungen zu einem lebendigen und reichhaltigen Sammelband von Erfahrungen vereint. Eine der Mitautor*innen wird vor Ort sein und das Buch anhand von Auszügen, Videos und Anekdoten vorstellen.

Kollektive in Aktion ist ein Bündnis von zwölf Kollektiven aus Mexiko, Zentralamerika, Europa und den USA, das sich 2012 gegründet hat, um Menschen und soziale Bewegungen zu unterstützen, die das Land, das Leben und die Freiheit gegen die neokoloniale Aneignung von Ressourcen verteidigen.