Unsere Felder sind bunt!

Wo: ganz woanders!
Wann:25.03.20 um 19:00 Uhr
Was:Vortrag
Kurz:Vortrag und Diskussion zu rechten Ideologien in Naturschutz und ökologischer Landwirtschaft - historische Wurzeln und ak

Wo: Mittwoch, 25.3.2020 um 19 Uhr, Gasthaus zur Mühle, Hauptstraße 20, 27313 Dörverden

Unsere Felder sind bunt!

Rechte Ideologien in Naturschutz & ökologischer Landwirtschaft –
historische Wurzeln und aktuelle Entwicklungen

Vortrag und Diskussion mit Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit

(weitere Gäste: Vertreter*innen von Bioland e.V., Netzwerk Solidarische
Landwirtschaft, Demeter im Norden)

Am Mittwoch, den 25.3.2020 um 19 Uhr wird Andreas Speit (Journalist,
Rechtsextremismusexperte) im Gasthaus zur Mühle in Dörverden/Westen zu
Gast sein, um darüber zu berichten, wie Rechtsextreme in Vergangenheit
und Gegenwart Themen des Naturschutzes und ökologischen Landbaus
vereinnahmen.

Mit Vertreter*innen der Verbände Bioland und Demeter, sowie des
SoLaWi-Netzwerks wollen wir Erfahrungen austauschen und herausstellen,
wie wir rechte Argumentationen aufdecken und entkräften können. Denn
rassistische Ideologien haben auch in ökologischen Bereichen keinen
Platz!

Unsere Felder sind bunt!

Wozu rassistische Weltanschauungen führen können, zeigen wieder einmal
Gewalttaten der jüngsten Vergangenheit, wie der Mord am Kasseler
Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der antisemitische Anschlag in
Halle und der rassistische Massenmord in Hanau. Dies ist aber kein
neues Phänomen!

In der Bundesrepublik haben rechter Terror, rassistische Gewalttaten,
Antisemitismus, Diskriminierung von Minderheiten, Sexismus und
Homophobie eine jahrelange Kontinuität. Seit den 1990er Jahren steigen
die Opferzahlen rechter Gewalt stetig an.

Dabei gibt es schon immer erschreckende Überschneidungen mit der
„Ökoszene“. Denn solange es Ökobewegungen gibt, werden dieselben Themen
auch im Sinne rechter Ideologien ausgelegt. Immer wieder wurde und wird
Naturschutz zu „Heimatschutz“ umgedeutet und eine regionale Ernährung
als zuträglich für einen „gesunden deutschen Volkskörper“ propagiert.
Seit mehreren Jahren nutzen junge Rechtsextreme die Besiedlung von
ländlichem Raum als politische Strategie, um ihre rassistische
Weltanschauung auszuleben und zu verbreiten. Dort betreiben sie
traditionelles Handwerk, bringen sich in örtliche Vereine und die
Lokalpolitik ein und engagieren sich im Naturschutz und Ökolandbau.

Wir werden nicht länger akzeptieren, dass rechte Ideologien verbreitet
werden und rassistisches Denken und Handeln befeuern. Deshalb wollen
wir uns informieren und dafür sensibilisieren, wie in unserem
unmittelbaren Umfeld rechtes Gedankengut vorkommt. Wir alle können
etwas tun!

Setzten wir uns gemeinsam ein für eine tolerante, offene Gesellschaft,
in der sich alle Menschen willkommen und geborgen fühlen können.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von Forum Zukunft und WABE – für
Demokratie und Zivilcourage und dadurch mit Mitteln des
Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und mit
Mitteln des Bundesprogramms “Demokratie leben!” gefördert.

Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören
oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der
Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltenden werden ihnen den
Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung
von dieser ausschließen.